Plakate abholen

Plakate kriegt ihr bei Bedarf in der Buchhandlung im Schanzenviertel (Schulterblatt 55). Fragt einfach MitarbeiterInnen, in der Tüte finden sich je 25 Stück gerollt. Flyer gibts dort ab morgen nachmittag auch. Haut rein! 

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Kommt zum Treffen

Am Sonntag (8.12) findet unser Vorbereitungstreffen vor dem Streik statt. Ab da sinds nur noch vier Tage – kommt alle!!

https://www.facebook.com/events/602378199817034/?ref=22

 

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Schulstreik für Flüchtlingsrechte!

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An der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ zeigt sich wie unmenschlich mit Flüchtlingen in Deutschland und  Europa umgegangen wird. Die Gruppe musste vor dem Libyen-Krieg nach Italien fliehen. Dort wurden sie als Flüchtlinge anerkannt und als solche nach italienischen Gesetzen mittellos auf die Straße gesetzt – in einem Land mit 12,5 % Arbeitslosigkeit, und einer „dramatische Beschäftigungssituation“ (Gewerkschaftsverband). Die Lampedusa-Gruppe wurde dann mit 500€ vom italienischen Staat nach Deutschland geschickt. Hier wollen sie sich nur endlich ein Leben wiederaufbauen, sie wollen hier arbeiten und wohnen. Der Senat will sie um jeden Preis abschieben, und deshalb geht die Gruppe mit ihrer Situation in die Öffentlichkeit. Sie stellt die rassistische Flüchtlingspolitik bloß, die Flüchtlinge bekämpft anstatt die Fluchtursachen (wie z.B. Rüstungsexporte und von Deutschland unterstützte Kriegseinsätze)

Menschen fliehen vor Kriegen, Armut, Perspektivlosigkeit und Umweltzerstörung! Auf 45 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, kommen 300.000 Asylanträge für ganz Europa 2012. Der Versuch Europa weiter abzuschotten, kostet tausenden Menschen im Mittelmeer und an den anderen Grenzen Europas das Leben. Durchschnittlich 84% aller Asylanträge werden in Deutschland abgelehnt. So werden z.B. alle Asylanträge von Roma mit Musterschreiben abgelehnt, obwohl Vertreibungen, staatliche Diskriminierungen und Pogrome gegen Roma seit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 erheblich zugenommen haben.

Auch Schüler*innen sind von Abschiebungen betroffen. Im Jahr 2011 wurden neun Minderjährige aus Hamburg abgeschoben. 2012 und im ersten Dreivierteljahr von 2013 waren es jeweils sogar 31.

Wir kämpfen für eine andere Migrations- und Flüchtlingspolitik, die Menschen ein gutes Leben in Deutschland ermöglicht. Im letzten Jahr konnte z.B. die Abschiebung einer Schülerin und ihrer Familie in Hamburg durch den Protest von Schüler*Innen verhindert werden. Wenn wir aktiv werden, können wir also was erreichen. Deshalb werden wir Schüler*innen zusammen mit Auszubildenden, Studierenden und allen anderen die sich solidarisieren möchten am 12.12 den normalen Unterricht ausfallen lassen bzw. die Arbeit niederlegen, um stattdessen gemeinsam auf die Straße zugehen.

Wir fordern:

Bleiberecht für Alle – Stopp aller Abschiebungen

Rüstungsexporte, Kriegseinsätze und alle anderen Fluchtursachen stoppen

Freier Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit – unabhängig vom Aufenthaltsstatus

§23 – Humanitäres Bleiberecht für Lampedusa in Hamburg

Residenzpflicht abschaffen

Frontex abschaffen – Stoppt die mörderische  Abschottungspolitik Europas

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Schulstreik für Bleiberecht? Nächstes Vorbereitungstreffen

Im Oktober fand in Frankreich ein landesweiter Schulstreik statt, um die Abschiebung von 2 MitschülerInnen zu verhindern. Auch in Hamburg solidarisieren sich viele SchülerInnen mit Flüchtlingen wie Beispiel die 10. Klasse der Stadtteilschule “Am Hafen”, die ihre Turnhalle für Flüchtlinge öffnete. Auch die “Lehrergewerkschaft” GEW rief zur Lampedusa-Großdemonstration am 2.11 auf. Das alles sind Zeichen, dass es auch in Hamburg das Potenzial für einen Solidaritäts-Schulstreik gibt.

Komm zum nächsten Vorbereitungstreffen und lass uns gemeinsam diskutieren wie wir den Schulstreik erfolgreich machen können!

Nächstes Treffen: Samstag, 30.11 um 15:30 im Centro Sociale (Sternstraße 2)

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Warum sollen wir in Solidarität mit Flüchtlingen auf die Straße gehen?

Die deutsche Flüchtlings- und Migrationspolitik ist mehr als ungerecht, egal ob es um das Asylverfahren selbst, um Mitschülerinnen und Mitschüler, denen eine Abschiebung droht, oder um den aktuellen Fall der Lampedusa-Flüchtlinge geht!

Der Aktuelle Fall der Lampedusa-Gruppe zeigt wie menschenunwürdig mit Flüchtlingen in Deutschland aber auch in ganz Europa umgegangen wird. Die rassistischen Kontrollen die in Hamburg stattgefunden haben sind „nur“ ein kleiner Teil der Misere. Ein anderer sind die vielen tausend Tote der letzten Jahre im Mittelmeer, die in vielen Fällen jahrelangen dauernden Asylverfahren, die Unterbringung der Flüchtlinge und vieles mehr.

Keine Mensch flieht nach Deutschland um das schöne Wetter zu genießen! Die Menschen fliehen vor Kriegen, Hunger, Armut und Umweltzerstörung! Die Lebenssituation ist in diesen Ländern so unerträglich dass die fliehen, die es können, und dabei ihre Familie, Freunde und ihr soziales Umfeld zurück lassen. Häufig sind es auch deutsche Firmen die mit dem Elend aus den Herkunftsländer in Verbindung stehen. Ein Grund mehr sich für das Bleiberecht für alle Flüchtlinge auszusprechen!

Wir wollen eine andere Migrationspolitik und Flüchtlingspolitik die flüchtenden Menschen ein gutes Leben mit uns gemeinsam in Deutschland ermöglicht. Dazu gehört der offene Zugang zu Bildung, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und Wohnungen. Wir Schüler*innen, Auszublidende und Studierende wollen dafür auf die Straße gehen und dem Hamburger Senat zeigen, dass wir nicht mit der Politik einverstanden sind und für sofortiges Bleiberecht auf die Straße gehen. Dazu ist es notwendig die Schule für einen Tag ( 12.12.2013) sausen zu lassen, um ein starkes Signal für die Rechte der Flüchtlinge zu setzen!

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